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Im Frankfurter Krimispecial lesen Frank Demant, Peter Ripper und Gerd Fischer aus ihren Neuerscheinungen Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.) In Frankfurts Strassen und Gassen tummeln sich viele Hobbydetektive . Sie sind nicht so bekannt wie ihre Kollegen oder Kommissare aus dem Tatort, haben dafür aber einen unverwechselbaren Lokalkolorit. Gleich drei dieser Protagonisten kamen anlässlich der Weihnachtsbuchausstellung der katholischen öffentlichen Bücherei zu Wort: Simon Schweizer, Karlo Kölner und Andreas Rauscher. Zeit für ein Frankfurter Krimispecial, dachte sich Büchereileiterin Andrea Stiefmeier und lud die Autoren Frank Demant, Peter Ripper und Gerd Fischer zur Lesung ein. Für Abwechslung vom mörderischen Geschehen sorgte Andy Sommer auf der Gitarre mit Blues, Oldies und Rockballaden, passend zum Ambiente wurden Äppelwoi und Laugenbrezeln serviert. Morde gibt es in Frankfurt viele. Fuer Frank Demant, der 21 Jahre als Taxifahrer arbeitete, ist es der siebte Krimi um den Privatdetektiv wider Willen, Simon Schweizer. Sachensenhausen ist sein Terrain, wo es dismal galt, das Geheimnis um einen Serienkiller und dreier Verbrechen rund um den Kuhhirtenturm zu lösen. Da die Frankfurter Kripo im Dunklen tappt, wittert eine geniale Spuernase wie Schweitzer bereits Zusammenhänge zwischen den Vorfällen. Es folgen Passagen aus älteren Werken, deren roter Faden weniger die Handlung der Krimis selbst, als der reelle Bezug zu erlebten Ereignissen ist. Der Zuhörer erfährt viel von den täglichen Gewohnheiten und Vorlieben des Autors und ihm bekannter Personen. Sei es ein unentwegt klingender Wecker während eines Konzerts in der Alten Oper, die Bekanntschaft mit dem “Nackten Jörg” oder die grosse Kunst des‚Wäsche-links-Waschens’, stets stehen wahre Geschichten Pate für das Gedruckte. “Meine Bücher sollen nicht nur Krimis sein” so Demant , es geht ihm auch viel um Stimmung, Genuss, süffisante Alltagsbeobachtungen, zeitkritische Bemerkungen und das alles an authentischen Plätzen. Fuer das Buch Opium bei Frau Rauscher recherchierte er sogar vor Ort in Laos. Auch die Krimis von Peter Ripper spielen meist in der Mainmetropole, Schauplatz des Geschehens ist Fechenheim. “Ich heisse wirklich so”, so Ripper auf die Frage, ob man mit einem solchen Namen fürs Krimischreiben geradezu praedestiniert sei. Bei Demant und Ripper finden sich viele Parallelen, privat und im Roman. Beide wohnten einst im selben Haus, “ohne es zu wissen”, Orte der Handlung wir eine Sachsenhaeuser Gartenhütte und die Charaktere vieler Darsteller ähneln sich. „Karlo und der grüne Drache“ heißt das druckfrische dritte Werk des Hofbieberers. Kölner soll Beschützer für Prostituierte werden, was natürlich schief geht. Einer seiner Schützlinge ist plötzlich tot. Was das alles mit Rhöner Leberwurst zu tun hat, erzaehlte Ripper nicht immer bierernst und mit feinsinnigem Witz. Leben und leben lassen ist auch hier das Motto der ausgewählten Episoden. Auch Ripper, von Beruf Werbefachmann ist, lässt persönliche Vorlieben in seine Romane einfliessen. Als begeisterter Motorradfahrer bringt er die „Szene“ immer wieder ein. Aufmerksame Zuhörer fand schliesslich auch Gerd Fischer, der sein Zweitwerk “Mord auf Bali” vorstellte.
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Spannung und Nervenkitzel zwischen Blut und Blues - WZ vom 17.11.2010 |