Bayerisches Frühstück der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena – Als nächstes Schlachtplatte geplant

 

Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.) "Sie sind bereits der 118.“, sagt Verwaltungsratsmitglied Alois Hobler und drückt einem verspäteten Gast als Eintrittskarte Messer, Gabel und eine blau-weiß rautierte Serviette in die Hand. Erstmals veranstaltete der Pfarrgemeinderat von St. Maria Magdalena ein bayerisches Frühstück und der Erfolg war schnell in Zahlen zu fassen. Knapp 70 Minuten nach dem Beginn waren die 120 vorbereiteten Portionen verkauft. Nach der Devise, dass die erste gleichzeitig die wichtigste Mahlzeit des Tages sei, gab es alles, was zur traditionellen Frühstückskultur südlich des Weißwurstäquators gehört: Weißwurst und Brez‘n, Leberknödel und Leberkäse, dazu ein schaumiges Weißbier

 

Das Helferteam hatte ein üppiges Buffet gezaubert, auch Wurst- und Käseplatten waren hergerichtet, der Kaffee gekocht und ein Glas Sekt oder Orangensaft in Reichweite.  An der Pfanne brutzelte Chefkoch Reinhard Weitz Eier mit Speck und kümmerte sich um den Ausgabe der Leberknödel. Wissenswertes wartete am Weißwursttopf. „Die Weißwurst nie in kochendes, sondern höchstens lauwarmes Wasser legen und nie mit Pelle verzehren, sondern diese vorher abziehen,“ lautete die Gebrauchsanweisung.

 

„So ein Frühstück gefällt nicht nur einem Bayer“, freute sich mancher Dorn-Assenheimer und machte  die Vormittagsveranstaltung gleich zum Dämmerschoppen. Schließlich diente der Erlös auch dem guten Zweck: Das Geld ist für Renovierungsarbeiten im Pfarrheim bestimmt. Hobler plant indes weiter. Nach dem hessischen Frühstück im Januar und der jetzigen bayerischen Variante soll demnächst eine Schlachtplatte vorbereitet werden.


 


Bildtext:  Essen fassen: Reinhard Weitz kümmert sich beim bayerischen Frühstück der Pfarrgemeinde um die Leberknödelsuppe. Foto: Holger Hachenburger

 


In weiss-blauer Atmosphäre Weisswurst und Brezen verzehrt  - WZ vom 28.10.2010