Sternsinger sammeln Rekordsumme von 3800 Euro

 

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) Die Sammelbüchsen der Sternsinger in der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena waren ganz schön schwer: Knapp 3800 Euro kamen zusammen, die für Not leidende Kinder in aller Welt bestimmt sind. „Ein Rekordergebnis“, freut sich Christa Hobler, die das Finanzielle abwickelt, „und das, obwohl es heuer nicht gelang, eine Gruppe in Reichelsheim für finden.“ Das aber soll sich im kommenden Jahr wieder ändern.“. Drei Tage lang waren 29 Kaspars, Melchiors, Balthasars und Sternträger mit ihren Begleitern Karin Würz, Lioba Ess- Leim, Hildegard Kuhl, Daniela Michalak, Ilse Ludwig-Steinborn, Karin Boehnisch und Jelena Lauk in Dorn-Assenheim, Bauernheim und Weckesheim unterwegs. Unzählige Male sangen sie ihre Lieder und schrieben „20*C+M+B*11“, Christus Mansionem Benedicat, über zahllose Türen. Zudem macht sich alljährlich auch eine Gruppe erwachsener Könige auf den Weg, um den Segen Gottes zu bringen.

Auch Bürgermeister Bertin Bischofsberger, bei dem die Tour  begann, freute sich über den Einsatz: „Es ist toll, dass sich all die Kleinen und Großen für so eine Sache einsetzen. So lauschten die Besuchten den Liedern wie „Wir kommen daher aus dem Morgenland“ oder dem lateinischen „Psalite“. Zudem wurden Textpassagen aus der Geschichte derer, die einst mit Gold, Weihrauch und Myrrhe dem Stern von Bethlehem folgten, vorgetragen und zum Abschied gab es mancherorts eine Stärkung für unterwegs.

 

Kambodscha ist das Beispielland der diesjährigen Hilfsaktion. Einer der Sternsinger, Holger Hachenburger, kennt die Situation dort aus eigener Erfahrung: „Vor 9 Jahren wollten wir die Grenze nach Thailand auf dem Landwege überqueren. Gerade hier sieht man viele verstümmelte Menschen. Sie können von der Landwirtschaft als Haupterwerbsquelle nicht mehr leben, unvorstellbare Lebensumstände sind die Folge.“ Kambodscha hat gemessen an der Bevölkerung die meisten Oper durch Landminen oder Blindgänger. „Dies ist das Ergebnis von über 30 Jahren Krieg, bevor das Land Ende der 90er Jahre zur Ruhe kam“, sagt Hachenburger und fügt hinzu: „Eine "besondere Leistung" vollbrachten die Vietnamesen während ihrer Besatzungszeit, seitdem gilt die 700 Kilometer lange Grenze zu Thailand noch immer als dichtester Minengürtel der Welt.“


 




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(1): Königliche Stippvisite beim Bürgermeister: Die Sternsinger und ihre Betreuer erhalten auch hier eine Spende für den guten Zweck.

 

(2) Kambodscha hat die meisten Minen-Amputierten der Welt. Warnschilder sind wie hier an der Grenze zu Thailand überall zu finden (Aufnahme aus 2002)


Psalite  - WZ vom 20.01.2011